Gussteil nach Muster, Zeichnung oder 3D-Daten
Sie haben ein Bauteil – wir finden den Weg zum Gussteil.
Nicht für jedes Gussteil existiert eine aktuelle technische Zeichnung oder ein fertiges Gussmodell.
Gerade bei Ersatzteilen älterer Maschinen und Anlagen sind häufig nur noch ein vorhandenes Originalteil, alte Konstruktionsunterlagen oder unvollständige Daten verfügbar.
Bei Bartak Metallguss können unterschiedliche Ausgangsbasen genutzt werden, um daraus die erforderliche Modelleinrichtung beziehungsweise das Werkzeug für die Gussfertigung zu entwickeln.
Originalteil. 3D-Daten. 3D-Scan. Zeichnung.
Wir prüfen, welcher Weg für Ihr Bauteil technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
↓ Vier Wege zu Ihrem Gussteil ↓
01 | Vorhandenes Originalteil oder Musterteil
Auch beschädigte oder verschlissene Bauteile können eine wertvolle Grundlage sein.
Ist ein Ersatzteil nicht mehr lieferbar und sind keine vollständigen Konstruktionsdaten vorhanden, kann ein bestehendes Bauteil als Ausgangspunkt für die Reproduktion dienen.
Das Originalteil wird zunächst hinsichtlich Geometrie, Zustand, Verschleiß und gießtechnischer Umsetzbarkeit beurteilt.
Je nach Bauteil kann das vorhandene Teil anschließend für die Herstellung der Form beziehungsweise eines geeigneten Gussmodells aufbereitet werden.
Dabei können unter anderem berücksichtigt werden:
- Beschädigungen oder fehlende Bereiche
- Verschleiß am vorhandenen Bauteil
- erforderliches Schwindmaß des Gusswerkstoffes
- Bearbeitungszugaben
- gießtechnisch notwendige Anpassungen
- Teilung und Formbarkeit des späteren Modells
Bei geeigneten Bauteilen kann das vorhandene Original entsprechend aufbereitet beziehungsweise aufgebaut werden, damit daraus die Handform für das neue Gussteil hergestellt werden kann.
Ideal für:
Ersatzteile • Reparaturen • ältere Maschinen • Einzelstücke • nicht mehr verfügbare Komponenten
02 | STEP-Datei / 3D-CAD-Daten
Vom digitalen Bauteil zum physischen Gussmodell.
Liegt die Bauteilgeometrie bereits als 3D-Datensatz vor, kann dieser als Grundlage für die Entwicklung und Herstellung der erforderlichen Modelleinrichtung genutzt werden.
Typische Ausgangsdaten sind beispielsweise STEP- bzw. STP-Dateien (.step / .stp).
Die Bauteildaten werden von uns hinsichtlich ihrer Eignung für das Gussverfahren geprüft. Anschließend werden die für die Fertigung erforderlichen Anpassungen berücksichtigt.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Schwindmaß
- Bearbeitungszugaben
- Formschrägen
- Modellteilung
- Kernbereiche und Hohlräume
- gießtechnische Anpassungen
Auf Basis der aufbereiteten Daten wird anschließend das erforderliche Modell beziehungsweise Werkzeug für die Gussfertigung hergestellt.
Ideal für:
Neuentwicklungen • Prototypen • Sondermaschinen • konstruktiv definierte Ersatzteile • wiederkehrende Kleinserien
03 | 3D-Scan eines vorhandenen Bauteils
Wenn ein Bauteil vorhanden ist, aber digitale Konstruktionsdaten fehlen.
Ein vorhandenes Bauteil kann je nach Geometrie mittels 3D-Scan digital erfasst werden.
Damit lässt sich die bestehende Bauteilgeometrie als digitale Grundlage aufnehmen und für die weitere Modell- beziehungsweise Werkzeugherstellung verwenden.
Dieser Weg ist insbesondere dann interessant, wenn:
- keine CAD-Daten mehr vorhanden sind,
- keine technische Zeichnung existiert,
- das Originalteil eine komplexe Geometrie besitzt,
- ein bestehendes Ersatzteil reproduziert werden soll.
Die gewonnenen Daten werden anschließend technisch aufbereitet. Verschleiß, Beschädigungen sowie erforderliche gießtechnische Zugaben und Anpassungen werden dabei projektbezogen berücksichtigt.
Aus den aufbereiteten Daten kann anschließend das benötigte Gussmodell beziehungsweise Werkzeug hergestellt werden.
Vom vorhandenen Bauteil zum digitalen Modell – und von dort wieder zum neuen Gussteil.
04 | Zeichnungen, AutoCAD- und andere Planungsdaten
Auch klassische Konstruktionsunterlagen können der Ausgangspunkt sein.
Nicht immer stehen vollständige 3D-Daten zur Verfügung.
Je nach Bauteil können auch vorhandene technische Unterlagen als Grundlage für die Erstellung eines Gussmodells dienen.
Beispielsweise:
- technische Zeichnungen
- PDF-Zeichnungen
- DWG-Dateien
- DXF-Dateien
- AutoCAD-Unterlagen
- ältere Konstruktionspläne
- Maßskizzen
- vorhandene Fertigungsunterlagen
Wir prüfen die vorhandenen Informationen und klären, welche zusätzlichen Angaben für die Umsetzung benötigt werden.
Anschließend kann auf dieser Basis die Modelleinrichtung für den Guss entwickelt und hergestellt werden.
Sie haben keine vollständigen Unterlagen?
Das bedeutet nicht automatisch, dass Ihr Bauteil nicht gefertigt werden kann.
Gerade bei Ersatzteilen und älteren Maschinen ist die Ausgangslage häufig nicht perfekt.
Manchmal gibt es nur:
ein beschädigtes Originalteil
oder
eine alte Zeichnung
oder
einige Abmessungen und Fotos.
Wir prüfen zunächst die vorhandenen Informationen und klären anschließend gemeinsam mit Ihnen, welcher Weg zum neuen Gussteil sinnvoll ist.
Von den Ausgangsdaten zum Gussteil
01 | Ausgangsbasis
Originalteil, Musterteil, STEP-Datei, 3D-Scan oder Zeichnung
02 | Machbarkeitsprüfung
Wir beurteilen Geometrie, Werkstoff, Stückzahl und gießtechnische Anforderungen.
03 | Daten- und Modellaufbereitung
Schwindmaß, Bearbeitungszugaben und gießtechnische Anforderungen werden berücksichtigt.
04 | Modell- oder Werkzeugherstellung
Die erforderliche Modelleinrichtung beziehungsweise das Werkzeug wird erstellt.
05 | Formherstellung
Auf Basis des Modells entsteht die für das jeweilige Gussverfahren benötigte Form.
06 | Gießen
Das Bauteil wird in der abgestimmten Aluminium- oder Buntmetalllegierung gefertigt.
07 | Nacharbeit und Prüfung
Entgraten, Bearbeitung und Qualitätsprüfung erfolgen entsprechend den vereinbarten Anforderungen.
Welchen Ausgangspunkt haben Sie?
| Ihre Ausgangssituation | Möglicher Fertigungsweg |
| Originalteil vorhanden | Aufbereitung beziehungsweise Ableitung eines geeigneten Gussmodells |
| Originalteil beschädigt oder verschlissen | Beurteilung und Rekonstruktion der erforderlichen Geometrie |
| STEP / STP vorhanden | Aufbereitung der 3D-Daten und Herstellung des Gussmodells |
| Bauteil vorhanden, aber keine CAD-Daten | 3D-Erfassung und digitale Aufbereitung |
| DWG / DXF / technische Zeichnung vorhanden | Konstruktion beziehungsweise Ableitung der Modelleinrichtung |
| Nur alte Unterlagen oder unvollständige Informationen vorhanden | Individuelle Machbarkeitsprüfung |
Nicht sicher, ob Ihre Unterlagen ausreichen?
Schicken Sie uns, was Sie haben.
Ein Foto, ein vorhandenes Ersatzteil, eine alte Zeichnung oder ein 3D-Datensatz kann für eine erste technische Einschätzung bereits ausreichend sein.
Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen:
- Ist das Bauteil gießbar?
- Welcher Werkstoff eignet sich?
- Welches Gussverfahren ist sinnvoll?
- Welche Modelleinrichtung wird benötigt?
- Können bestehende Daten oder Bauteile verwendet werden?
- Welche Stückzahl ist wirtschaftlich?
